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Bauvorbereitung für Hochwasserrückhaltebecken Oberbobritzsch

Ein kleiner Hoffnungsschimmer im Hochwasserschutz... Bauvorbereitung für Hochwasserrückhaltebecken Oberbobritzsch - Baustelleneinrichtung und Verlegung Rohwasserleitung hat begonnen. Wie es mit der Bauhauptleistung (dem Dammbau) weiter geht, bleibt offen. Am 14. Januar 2024 wir die Verhandlung beim Oberverwaltungsgericht Bautzen richtungsweisend sein.

 

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat Mitte Oktober mit den Vorbereitungen für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Oberbobritzsch (Landkreis. Mittelsachsen und Sächsische Schweiz / Osterzgebirge) begonnen. Zuerst werden die Baustelle eingerichtet, Baustraßen angelegt und die nötigen Holzungen durchgeführt. Anschließend wird eine Rohwasserleitung aus dem künftigen Baufeld des Hochwasserrückhaltebeckens verlegt.

Für die Baustelleneinrichtung sowie für das Materiallager wird direkt neben dem Abzweig von der S188 eine rund 3.000 Quadratmeter große Lagerfläche hergerichtet. Die Holzungsarbeiten sowie die Rodung der Stubben im neuen Trassenbereich der Wasserleitung erfolgen auf einer Breite von 18 Metern. Vorab werden Höhlenbäume identifiziert. Tiere, die sich dort eingenistet haben, werden in Abstimmung mit den zuständigen Behörden in geeignete Winterquartiere umgesetzt. Die erforderlichen Ersatzpflanzungen für den gesamten Bau des Hochwasserrückhaltebeckens wurden bereits zwischen 2010 und 2017 umgesetzt.

Zur Verlegung der Rohwasserleitung steht dann dieser 18 Meter breite Arbeitsstreifen zur Verfügung. Die vier Meter breite Baustraße wird als Ringstraße angelegt. Sie beginnt an der S188 und nutzt Teile eines bereits vorhandenen Weges. Nach Beendigung der Baumaßnahme wird die Baustraße teilweise wieder zurückgebaut.

Die Umverlegungsstrecke der Rohwasserleitung beginnt zirka 220 Meter unterhalb und endet etwa 230 Meter oberhalb des geplanten Dammes. Die neue Stahlrohrleitung ist rund 605 Meter lang. Als Innenschutzschicht erhält sie eine Zementmörtelauskleidung, außen wird eine Bitumenschutzschicht aufgetragen. Die Umverlegung der Rohwasserleitung dauert voraussichtlich bis März 2024.

Hintergrundinformation
Die Landestalsperrenverwaltung plant an der Bobritzsch zwischen Friedersdorf und Oberbobritzsch im Flussgebiet der Freiberger Mulde den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens. Es soll als gesteuertes Trockenbecken (grünes Becken) gebaut und betrieben werden. Das bedeutet, dass das Becken nur bei Hochwasser eingestaut wird. Mit dem Becken wird sich der Hochwasserschutz für die Gemeinden an der Bobritzsch und der Freiberger Mulde bis nach Döbeln deutlich verbessern.

Geplant ist ein Steinschüttdamm mit Asphaltinnendichtung, der rund 17 Meter hoch und an der Dammkrone 550 Meter breit ist. Der Damm hat ein Durchlassbauwerk, das aus einem Ökodurchlass, den Betriebsauslässen und einem Tosbecken besteht. Zudem gehören eine Hochwasserentlastungsanlage und ein Betriebsgebäude zum Bauwerk. Der Steinschüttdamm wird mit Schotterrasen begrünt und passt sich somit harmonisch ins Landschaftsbild ein.

Das Hochwasserrückhaltebecken erhält zur Beckensteuerung einen Abgabepegel. Außerdem werden Wirtschaftswege einschließlich einer Zufahrt von der Staatsstraße S188 angelegt.

In den Stauraum passen bei Vollstau rund 4,86 Millionen Kubikmeter Wasser. Er erstreckt sich auf einer Fläche von zirka 94,7 Hektar und umfasst dabei rund 82 Grundstücke in Oberbobritzsch und Friedersdorf. Begrenzt wird der Stauraum im Westen und Osten durch die Ausläufer der Orte Oberbobritzsch und Friedersdorf. Im Süden verläuft er fast parallel zur Staatsstraße S188. Im Norden bilden das Waldgebiet Jungfernholz und das in Richtung Kreisstraße K7730 ansteigende Gelände natürliche Grenzen.

Der Planänderungsbeschluss zur 2. Planänderung für den Bau liegt seit 04.10.2021 vor. Der Bau des Beckens wird voraussichtlich vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen und insgesamt rund 63 Millionen Euro kosten

Quelle: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1070420

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Bobritzsch-Hilbersdorf
Mo, 23. Oktober 2023

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